Historie

In Saarburg wurde ein Hospital erstmals im Jahre 1411 urkundlich erwähnt. Dennoch gibt es Vermutungen, dass es das Krankenhaus schon seit Mitte des 14. Jahrhunderts gegeben hat. Die Schützenbruderschaft zu Ehren des Heiligen Sebastians kümmerte sich um die Opfer der ersten großen Pestwelle. Aus diesem Grund könnte die Theorie zutreffen, dass es eine Verbindung zwischen der Saarburger Sebastiansbruderschaft und dem Hospital St. Nikolaus gegeben hatte.
Ein Kupferstich zeigt den ältesten Bau des Hospitals aus dem Jahre 1576 in der Unterstadt.
In den folgenden Jahrhunderten mussten am Krankenhaus immer wieder bauliche Veränderungen durchgeführt werden, die vom Landesherren angeordnet wurden. Dabei stellte sich jedoch das Problem der Übernahme der Kosten, die zu dieser Zeit auch in Saarburg durch Mithilfe der Kirche gedeckt wurden.
Der Erzbischof Jakob von Sierck lässt im Jahre 1448 in einen Indulgenzbrief, der auf Schloss Saarburg angefertigt wurde, schreiben, dass der Landesfürst den Wohltätern, die das Saarburger Hospital durch milde Gaben unterstützen, einen Ablassbrief von 40 Tagen gewährt. Neben Ablassbriefen wurde das benötigte Geld auch durch spenden der Reichen, Stiftungen und durch Einnahmen während Prozessionen durch die Stadt Saarburg eingetrieben, weil die Mittel zur Betreuung der Armen und Kranken meist nicht ausreichten.
Diese Prozessionen fanden mindestens noch bis 1787 statt, wenn nicht sogar noch länger.
Neben den baulichen Veränderungen und Neuerungen wurde im Hospital auch eine Verwaltung eingerichtet. Es existiert ein Namensregister der Stifter aus dem Jahr 1469. Ab dem Jahr 1648 existieren auch noch Register der Vermögensverwaltung, die 1723 neu geordnet wurden. All dieses wurde vom Kurfürsten angeordnet. Gründe dafür waren sicher, dass man einen Überblick darüber haben wollte, wo das Geld nützlich im Hospital angelegt wurde.

Durch die französische Revolution (ab 1789) musste das Hospital erhebliche Einbussen am Einkommen und am Grundvermögen hinnehmen, was sich jedoch im Jahr 1814 änderte, als Saarburg endgültig zu Preußen gehörte.
Als Saarburg im Jahre 1849 von einer schweren Choleraepidemie heimgesucht wurde, unterstütze man die Waisen durch das Vermögen des Hospitals. Das angesammelte Kapital des Hospitals wurde nicht nur für die anfallenden Kosten genutzt, sondern auch als Spenden. Die Hospitalsverwaltung unterstützte beispielsweise im Jahre 1854 mit einem Zuschuss von 100 Talern auch den Frauenverein. Diese Gemeinschaft hatte die Speisung der Armen übernommen.

Diese ganzen Vorgänge erstrechten sich über einen Zeitraum von ungefähr 450 Jahren und endeten abrupt im Jahre 1859, als das Bürgerhospital wegen dem Bau einer neuen Straße und wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde. Die Stadt hatte es aus diesen Gründen für 300 Taler erworben. Erst nach 9 Jahren, genau am 20. Juli 1868 wurde das neue städtische Krankenhaus, das bedingt für Arme und Kranke zur Verfügung stand eröffnet. Dieses neue Städtische Krankenhaus stand in der Unterstadt und wurde von drei Schwestern des Heiligen Geistes betreut. Am 17. September 1902 beschloss der Kreis, alle Mittel zur Verfügung zu stellen, um ein neues Krankenhaus, das Kreiskrankenhaus in Saarburg zu bauen. So wurde das alte städtische Krankenhaus am 25. Juli 1904 geschlossen.
Mit der Eröffnungsfeier und Einweihung am jetzigen Standort brach eine neue Ära der Krankenversorgung nicht nur für die Stadt, sondern auch für den Kreis in Saarburg an.

Auch die letzten 100 Jahre sind nicht spurlos am Kreiskrankenhaus vorbeigezogen. Zahlreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen prägen heute das Bild der Einrichtung, welche seit 1999 in der Gesellschaftsform der GmbH – nach wie vor in Trägerschaft des Kreises – geführt wird. Das ständig wachsende Angebot an Abteilungen und medizinischen Möglichkeiten sichert der Region ein breites Angebot zur wohnortnahen Versorgung.

1914
1914
1932
1950er
1960er
1960er
1970
1973
1980er