Schmerztherapie

Hilfe bei chronischen Schmerzen

Schmerzen haben als Warnsignal eine wichtige Schutzfunktion für den Körper. Wenn sich der Schmerz als andauernder Begleiter einstellt, wenn er das Alltagsleben, die Arbeitsfähigkeit und die Seele belastet, wenn das Leben eines Menschen dauerhaft über Monate oder gar Jahre vom Schmerz dominiert wird, dann sprechen wir von chronischen Schmerzen.

Wir bieten betroffenen Menschen durch die Behandlung auf der Schmerztherapiestation Hilfe und Begleitung an. Ziel unserer Arbeit ist es, gemeinsam mit dem Patienten einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Schmerz zu entwickeln.

Vor Einleitung einer Therapie erfolgt, meist nach einem ambulanten Vorgespräch, die interdisziplinäre Diagnostik durch ein ärztliches Gespräch, die Sichtung der Vorbefunde, eine klinische Untersuchung, eine physiotherapeutische  Befunderhebung und eine psychologische Diagnostik (Assessment). Erst nach Abschluss der Diagnostik können die Behandlungsmöglichkeiten mit Ihnen als Patienten individuell erörtert werden, Insbesondere inwiefern ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist. Unsere neue Schmerzstation wurde dafür speziell auf die Bedürfnisse von Schmerzpatienten abgestimmt. Freundliche Farben, ein eigener Aufenthalts– und Entspannungsraum sowie der Ausblick auf Saarburg und Umgebung sorgen dafür, dass Sie sich rundherum wohlfühlen können.

Die stationäre Schmerztherapie

Im Bereich der stationären Therapie bieten wir neben einer individuellen Kurzbehandlung vor allem eine circa dreiwöchige Behandlung in der Gruppe an. So profitieren Sie von den positiven Effekten der Gruppendynamik und haben die Möglichkeit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen, ohne auf Einzelbehandlungen und individuelle Therapiegestaltung verzichten zu müssen. Wir setzen  auf die Kompetenz und aktive Mitarbeit unserer Patienten.

Die Therapie chronischer Schmerzen basiert auf dem biopsychosozialen Modell der Schmerzentstehung unter Beachtung von Chronifizierungsfaktoren. Hierbei werden körperliche, psychische und soziale Aspekte im individuellen Zusammenhang berücksichtigt und in ein ganzheitliches Therapiekonzept zur Schmerz- und Krankheitsbewältigung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen integriert.

Wir arbeiten nach einem multimodalen (lat. „auf viele Weisen“) Therapieansatz  in einem  Behandlungsteam, das aus Ärzten für Anästhesiologie und spezielle Schmerztherapie, Dipl.-Psychologinnen, Physiotherapeuten, sowie Fach- und Pflegekräften besteht. Bei Bedarf können jederzeit weitere Fachleute z.B. aus anderen Abteilungen wie Innere Medizin, Psychosomatik, Chirurgie etc. hinzugezogen werden.

Der Weg zur Therapie

Die Anmeldung zur Diagnostik und nachfolgenden Therapie kann durch Sie persönlich oder Ihren behandelnden Arzt über das Sekretariat der Schmerztherapie erfolgen.

Als Nächstes erhalten Sie entweder durch Zusendung oder persönliche Abholung einen Schmerzfragebogen. Diesen senden Sie uns bitte vollständig ausgefüllt baldmöglichst zurück.

Daraufhin erhalten Sie einen Termin entweder zur ambulanten Vorstellung oder zur stationären Diagnostik. Zur Erstuntersuchung bringen Sie bitte sämtliche für die Schmerzen relevanten Befunde der vorbehandelnden Ärzte mit, da wir Informationen über das bisherige Beschwerdebild sowie über bereits durchgeführte Diagnostik und Therapie benötigen. Für eine ambulante Vorstellung ist außerdem eine Überweisung, für die kurzstationäre Diagnostik (Assessment) und für die stationäre Therapie ein Einweisungsschein Ihres Hausarztes bzw. behandelnden Arztes erforderlich.

Patienten mit Tumorschmerzen und dringend zu behandelnden Schmerzen erhalten kurzfristig einen Termin in der Schmerzambulanz .
Eine direkte stationäre Aufnahme zur Schmerzbehandlung ist nur in Ausnahmefällen nach persönlicher Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt möglich.

Behandlungsschwerpunkte

  • Chronische Kopf-und Gesichtsschmerzen
  • Chronische Rückenschmerzen
  • Chronische Schmerzen des Bewegungssystems
  • Neuropathische Schmerzen ( u. a. Zoster-Neuralgie)
  • Ganzkörperschmerzen (Fibromyalgie)
  • Schmerzen ohne erkennbare Ursache

Behandlungsziele

  • Erkennen von Schmerzauslösern
  • Erkennen von Techniken zur Schmerzlinderung
  • Optimierung, ggf. Reduktion der Schmerzmedikation
  • Aufbau von Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit

Behandlungsprogramm

  • Tägliche ärztliche Visite
  • Körperliche Aktivierung
  • Physiotherapie
  • Bewegungsbad
  • Psychotherapeutische Schmerzbewältigung in Gruppen und Einzelgesprächen
  • Entspannungsübungen
  • Körperwahrnehmungstraining
  • Qigong
  • Musiktherapie
  • Patientenschulung zum Thema „chronischer Schmerz"
Dr. med. Ingo Zerbe
Leitender Oberarzt
Dr. med. Ingo Zerbe

Facharzt für Anästhesiologie
Spezielle Schmerztherapie
Palliativmedizin Notfallmedizin
Chirotherapie

Fr. Anna Weber
Fr. Anna Weber

Sekretariat Schmerzambulanz

Tel. 06581/82-2425
Fax 06581/82-1825   

Sprechzeiten Schmerzambulanz

Mo., Di., Do. 12:30-16:30 Uhr
Fr.                09:00-13:00 Uhr